Chronik der Stadt Elsdorf

31 v. Chr. bis 14 n. Chr.

Während der Amtszeit des römischen Kaisers Augustus entsteht eine Heerstraße vom Oppidum Ubiorum (heute Köln) bis zum Ärmelkanal beim heutigen Boulogne-sur-Mer – die Via Belgica. Die Entstehung vieler Orte – darunter auch der Stadt Jülich (Juliacum) – geht auf diese Straße zurück. Auf dem heutigen Gemeindegebiet verläuft sie von Thorr (ad turrem = befestigter Posten) durch Grouven nach Elsdorf und dann als heutige Köln-Aachener-Straße in Richtung Steinstraß. An der Stelle des heutigen Elsdorfs entsteht ein Ort (Vicus), der unter dem Namen Tiberiacum in alten Schriften erwähnt wird. (Bisher glaubte man, es handele sich bei diesem Ort um Zieverich oder Thorr.)

 

5. bis 8. Jahrhundert

Spätestens nach dem Sieg des fränkischen Königs Chlodwig I. (466 bis 511) aus der Dynastie der Merowinger über die Alemannen um das Jahr 496 (Schlacht von Zülpich) erfolgt die so genannte 1. fränkische Landnahme, in deren Folge die römischen Siedlungen zerfallen und von Wäldern überwuchert werden.

Im Reich der Franken entspricht ungefähr das heutige Gebiet der Gemeinde Elsdorf dem Kutz-, Kütz- oder Kuzzihgau. Benannt wurde dieser Gau nach dem zwischen Berrendorf, Grouven und Widdendorf gelegenen Ort Kutzde, Kütz, Kuzzide oder Kützde, der in einer Urkunde von 651 als erzbischöflicher Bezirk mit dem Namen „Cuzide“ genannt wird, 1669 – wahrscheinlich aufgrund des Dreißigjährigen Krieges – nur noch aus zwei Anwesen besteht und wahrscheinlich im späten 17. oder frühen 18. Jahrhundert endgültig untergeht. Der Ortsname könnte auf das lateinische Wort curtis für Hof, aber auch auf das mittelhochdeutsche Wort kute für Flachs zurückgehen. Grundbesitz in diesem Ort wurde am 4.6.898 von König Zwentibold von Lotharingien (Mai 895 bis August 900) dem Stift Essen geschenkt. Das Stift Essen war ein Frauenstift, das von ungefähr 845 bis 1803 bestand und Reichsfürstentum im späteren Heiligen Römischen Reich war.

Möglicherweise ist auch das bisher nicht lokalisierbare Wolfshoven ein Teil der Ansiedlung Kutzde gewesen. Das Wappen derer von Kutzde weist – wie das heutige Gemeindewappen – einen Wolfskopf auf.

Aufgrund der Endung auf -dorf oder -hoven kann man davon ausgehen, dass die Orte der Gemeinde Elsdorf – mit Ausnahme von Thorr und möglicherweise Kutzde – fränkische Gründungen sind. Ihre Gründer und ersten Bewohner sind wahrscheinlich in der Mitte des 7. Jahrhunderts aus ihren rechtsrheinischen Stammlanden eingewandert und haben das Land gerodet.

 

Exkurs: Der Heilige Arnold von Arnoldsweiler

Als Karl der Große (747 – 814) mit seinem Gefolge im Bürgewald zur Jagd ging, begleitete Arnold – Harfenspieler und Sänger an seinem Hof – die Gesellschaft. Arnold bemerkte dabei die große Armut der Bauern in den Dörfern ringsumher. Die Bauern beklagten ihm gegenüber, dass der Kaiser den Wald mit dem Wildbann belegt hatte, was das Betreten für sie unter Strafe stellte. Das führte dazu, dass es den Bauern nicht nur an Lebensmitteln, sondern sogar an Brennholz mangelte. Als Karl und die ihn begleitenden Ritter im Dorf Genetsweiler (heute als Arnoldsweiler ein Stadtteil von Düren) rasteten, bat Arnold darum, der Frankenherrscher möge ihm soviel von dem Wald schenken, wie er während der Dauer des Mahls umreiten könnte. Der Wunsch wurde ihm gewährt. Der listige Arnold hatte sich zuvor in den umliegenden Dörfern frische Pferde bereitstellen lassen und vollbrachte es im Staffelritt, den gesamten Wald zu umrunden, noch bevor das Mahl vorüber war. Karl der Große war Arnold wohlgesonnen und ihm nicht böse über die List, die seine großzügige Geberlaune reichlich ausnutzte. Er schenkte ihm einen Ring zum Zeugnis, dass der Wald fortan ihm gehöre. Arnold verschenkte den Bürgewald weiter an die Bauern der umliegenden Dörfer, wo er in der Folgezeit aus Dankbarkeit wie ein Heiliger verehrt wurde. Jahrhundertelang konnte das Waldstück von bis zu 49 angrenzenden Ortschaften genutzt werden. In einer Erweiterung der Legende erschöpfte eines der Pferde vor Durst und eine Magd verweigerte das Wasser zur Erfrischung. Das Pferd scharrte daraufhin mit den Hufen im Boden und es sprudelte eine Quelle hervor, die noch heute den Namen Arnolduspötzsche (Arnoldusquelle) trägt. Die Frau soll aus dem Dorf Huchem-Stammeln (heute Niederzier) gewesen sein, dieser Ort blieb deshalb vom Recht am Wald ausgeschlossen. Noch heute fehlt der Name dieser Ortschaft unter den Namenstafeln in der Arnoldskapelle, wo alle übrigen beschenkten Dörfer auf Namensschildern aufgelistet sind.

Der Heilige Arnold gilt als Schutzpatron der Musiker, Organisten, Musikinstrumentenbauer sowie für einen guten und sanften Tod. Neben einer Urkunde von 1339 findet sich eine gesicherte, früheste Erwähnung der Person Arnolds erst in der im 14. Jahrhundert entstandenen, ältesten erhaltenen Abschrift der lateinischen Vita sancti Arnoldi confessoris, beides also erst circa 500 Jahre nach seinem Tod. Aufgrund dessen wurde zeitweise sogar die Rechtmäßigkeit seiner Verehrung als Heiliger angezweifelt. Im Jahr 1886 erkannte Papst Leo XIII. den Kult für das Erzbistum Köln an und bestätigte die zu dieser Zeit wahrscheinlich etwa 1000 Jahre alte Tradition. Schon 1914 wurde das Fest am Arnoldustag, dem 18. Juli, wieder zu einem Gedächtnistag herabgestuft, seit 1987 ist es dann erneut als nicht gebotener Gedenktag für das Bistum Aachen anerkannt.

 

898

Desdorf wird erstmals als „radesdorp“ urkundlich erwähnt. Die weiteren Entwicklungen des Ortsnamens sind Dedesdorph, Thesdorp, Dezdorp, Detstorp und Detzdorp. Desdorf wird gemeinsam mit Brockendorf und Ohndorf Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts die Gemeinde Aparte Höfe bilden.

 

922

Grouven wird zum ersten Mal genannt. Es wird mit „Gruond(d)uvon“ und „Grouenouu“ bezeichnet. Die Burg Grouven ist bis circa 1700 im Besitz einer sich nach Grouven benennenden Ministerialenfamilie.

 

997

Thorr wird erstmals in einer Urkunde erwähnt, die von einer Rast des Kaisers Otto III. (980 – 1002) berichtet.

 

1079

Angelsdorf wird urkundlich erstmals als „Angellesthorp“ erwähnt. Der Gründer des Dorfs hieß wahrscheinlich Angil. Der Ortsname verändert sich über Angilistorph und Anglisdorp. Größter Grundbesitzer ist die Abtei St. Pantaleon in Köln.

 

1081

Niederembt wird erstmals urkundlich erwähnt. Bereits um 960 war die Kölner Abtei St. Pantaleon im Besitz von zahlreichen Gütern in Embe. Der Ortsname Niederembt orientiert sich wie Oberembt am Finkelbach, der früher Emba (em = Wiesengrund) genannt wurde.

 

1108

Berrendorf wird im Jahr 1108 erstmals als „Berendorp“ erwähnt. Hier trug der Gründer wahrscheinlich den Namen Bero. Der Ortsname entwickelt sich über Beredorf, Berindorp, Berendorpe und Beyrendorp. Eine Urkunde nennt als Grundherrin die Abtei Sint Trudo (St. Truiden) im heutigen Belgien.

 

1119

Erstmals werden die Herren von Heppendorf erwähnt. Sie dienen den Kölner Erzbischöfen vom 12. bis zum 14. Jahrhundert als Ministerialen. Das Kölner Stift St. Gereon besitzt schon vor 976 mehrere Güter – unter anderem auch den Fronhof mit seiner Kapelle. Hier hieß der Gründer wohl entweder Heppo oder Eppo. Denn es tauchen die Bezeichnungen Eppendorph neben Heppendorp und Heppindorp auf.

 

1131

Elsdorf wird als „Echilisthorp“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Dorfgründer könnte also auf den Namen Eichili oder Aigili gehört haben. Der Ortsname verändert sich über Echilistorp, Echilstorph, Eilsdorp, Elystorp und Elsdorp. Keimzelle des Dorfes ist wahrscheinlich der angerförmige Platz am heutigen Prömpershof (auch Püllenhof oder Villa Weidenfeld genannt). Auf diesem Platz befindet sich – noch bis ins 20. Jahrhundert – ein Weiher, der von dem Elsdorfer Fließ gespeist wird. Heute befindet sich ungefähr an dieser Stelle ein Spielplatz.

Auch Esch wird namentlich zum ersten Mal in Urkunden als „ascha“ erwähnt. Esch verdankt seinen Namen wahrscheinlich dem althochdeutschen Essisch (ezisc) und bezeichnet einen Ort, an dem „essbare Pflanzen angebaut wurden“, im Gegensatz zum umliegenden, nicht kultivierten Wald. Für die Gründung des Ortes, die nicht genau datiert werden kann, sind mit ziemlicher Sicherheit Bedienstete der Escher Burg verantwortlich, in der sogar Papst Leo IX. im Jahre 1049 Einkehr genommen haben soll.

 

1141

Etzweiler wird erstmals urkundlich erwähnt. Der Gründer könnte Ezzo geheißen haben – möglicherweise war es Pfalzgraf Ezzo von Lothringen (955 – 1034), der Schwager Kaiser Ottos III. (980 – 1002).

 

1182

Ahe wird erstmals urkundlich erwähnt. In der Urkunde übereignet ein Wolbert dem Stift Münstereifel seine Ländereien.

 

1225

Oberembt wird erstmals erwähnt.

 

1234

Etzweiler geht in den Besitz der Grafen von Jülich über.

 

1238

Ohndorf wird vermutlich erstmals als Aldindorp (= Altendorf) erwähnt. Der Ortsname entwickelt sich weiter über Aldendorf und Ouldendorp.

 

 

 

1288

In diesem Jahr oder in den folgenden Jahren wird die Burg Reuschenberg errichtet. Es ist davon auszugehen, dass Ritter Kuno I. von Reuschenberg Bauherr war. Er war wahrscheinlich ein Gefolgs- und Lehnsmann von Gerhard von Kaster, der 1297 Graf von Jülich wurde. Seine Familie stammte mit ziemlicher Sicherheit von der Burg Reuschenberg an der Wupper (heute Leverkusen) und hatte sich wohl im Limburger Erbfolgestreit, der in der Schlacht bei Worringen am 5.6.1288 gipfelte, auf die Seite des Kölner Erzbischofs Siegfried von Westerburg geschlagen und damit mit dem Grafen Adolf V. von Berg verfeindet. Sie mussten deshalb wohl ihren Stammsitz im Bergischen aufgeben. Mithilfe der Burg Reuschenberg bei Elsdorf und ihrer Besitzer gelang es den Grafen und späteren Herzögen von Jülich ihre Rechte im Bürgewald bzw. in der Bürge zu wahren. Nach der Entmachtung der Pfalzgrafen bei Rhein ging die Verfügungsgewalt über die Bürge auf die Erzbischöfe von Köln über, die den Wald von den Grafen von Jülich verwalten ließen. Zwischen 1332 und 1349 gelingt es dem Markgrafen Wilhelm VI. von Jülich die Bürge in seinen Besitz zu bringen. Die Burg Reuschenberg bleibt im Besitz der Familie von Reuschenberg und deren Nebenlinien bis ins 18. Jahrhundert. 1752 gelangt Franz Ludwig Joseph Forstmeister von Gelnhausen in den Besitz von Reuschenberg. Burg und Grundbesitz gingen im Jahre 1813 in bürgerliche Hand über. Anfang 1890 kaufte Johann Froitzheim aus Esch das Gut auf. Seine Tochter Maria war mit Wilhelm Thurn aus Köln verheiratet. Aus dieser Ehe gingen zwei Söhne hervor. Der Elsdorfer Maler Hans Carl Alfred Thurn starb 1963, sein Bruder im Jahr 1977. Eigentümer der Burg Reuschenberg wurde jetzt die Familie Bachmann-Thurn, von der sie 1990 die Rheinbraun AG (heute RWE Power AG) erwirbt.

 

1305

Die Grafen von Jülich erwerben die Vogtei über die geistliche Grundherrschaft Ober-embt (mit Esch und Frankeshoven) von den Grafen von Kessel.

 

1314

Aus dem Kutzgau wurde inzwischen der Gerichtsbezirk „In der Lohe“ (Lohe = Laach = Wald) mit dem Gerichtsort Thorr. Oberembt mit Esch und der Westhälfte von Frankeshoven und Verkeshoven mit Tollhausen, Richardshoven und der Osthälfte von Frankeshoven bilden eigene Gerichtsbezirke. Sie gehören nun zur Grafschaft Jülich; bisher zur Grafschaft Hülchrath.

 

1320

Giesendorf wird mehrfach im Zusammenhang mit den Ritterbürtigen Giesendorf genannt. Sie waren Ministeriale der Abtei St. Pantaleon in Köln. Gründer des Dorfs war wahrscheinlich ein Mann namens Giso. Der Ortsname entwickelt sich über Gisindorp und Gisendorph.

 

1322

Tollhausen wird erstmals urkundlich erwähnt. Dieser Name deutet auf den Sitz einer Zollstation hin.

 

1333

Das Kloster Kornelimünster verkauft die Vogtei über Verkeshoven an die Grafen von Jülich.

 

 

1335

Ein Rittersitz der Herren von Wedendorp (Widdendorf) ist bis 1680 nachgewiesen. Hier trug der Gründer möglicherweise den Namen Wido. Es tauchen auch die Ortsnamen Wedendorpe und Wiedindorp auf.

 

1339

Im Güterverzeichnis der Höfe des Stifts Essen findet sich der Ortsname Wollinrode (Wüllenrath).

 

1367

Die Gerichte „In der Lohe“ und Verkeshoven (Niederembt) wurden inzwischen dem Amt Bergheim (Herzogtum Jülich) zugeordnet. Esch und Oberembt gehören zum Amt Kaster ebenfalls im Herzogtum Jülich.

 

1760

In diesem Jahr wird erstmals ein Magistratsgebäude in Esch erwähnt.

 

4.10.1794

Französische Truppen besetzen bis Ende 1797 das heutige Gemeindegebiet.

 

1798

Die heutige Gemeinde Elsdorf bildet die Mairien Esch (mit Angelsdorf, Elsdorf, Esch, Niederembt, Tollhausen und Oberembt) und Heppendorf (mit Ahe, Berrendorf, Etzweiler, Giesendorf, Grouven, Heppendorf, Stammeln, Thorr, Widdendorf und Wüllenrath). Die Mairie Esch gehört zum Kanton Bergheim. Die Mairie Heppendorf zum Kanton Kerpen. Beide Kantone gehören zum Arrondissement Köln im Departement de la Roer (= Rur) mit dem Hauptort Aachen.

 

1800/1801

Die Mairie Heppendorf wird auch als Mairie Grouven bezeichnet.

 

30.6.1802

Das Rheinland wird endgültig ein Teil Frankreichs.

 

1814

Die Mairien werden in Bürgermeistereien umbenannt.

 

9.6.1815

Das heutige Gemeindegebiet wird aufgrund der Wiener Kongressakte mit dem Rheinland ein Teil Preußens. Es gehört zur bereits am 30.4.1815 gebildeten Provinz Jülich-Kleve-Berg.

 

20.4.1816

Aus den Kantonen Bergheim und Kerpen wird der Kreis Bergheim (Erft).

 

22.6.1822

Die Provinz Jülich-Kleve-Berg (Köln) wird mit der Provinz Großherzogtum Niederrhein (Koblenz) zur Rheinprovinz (Koblenz) vereinigt.

 

 

 

1845

Eine neue Gemeindeordnung tritt in Kraft. Die Bürgermeisterei Esch gliedert sich in die Gemeinden Angelsdorf, Elsdorf, Esch, Nieder- und Oberembt. Diese Gemeinden bekommen jeweils einen Vorsteher und einen Rat. Die Bürgermeisterei Heppendorf bleibt unverändert.

 

1858

Eine neue Synagoge wird an der Hauptstraße (heute Köln-Aachener-Straße) eingeweiht. Von 1867 bis 1873 wird es in dem Haus neben der Synagoge eine israelitische Schule geben.

 

1867/68

In Esch wird ein Schulhaus für die Volksschule gebaut. Es verfügt über zwei Schulsäle für je 100 Kinder und einen abgetrennten Wohntrakt für Lehrer.

 

1.9.1869

Die Eisenbahnstrecke von Düren nach Neuss wird eröffnet. Sie führt durch Elsdorf.

 

19.4.1870

Emil Pfeifer, (Carl) Eugen Langen und Valentin Pfeifer unterschreiben einen Vertrag, der Bau und Betrieb einer Rübenzuckerfabrik in Elsdorf unter der Firma Pfeifer & Langen vorsieht.

 

Herbst 1871

Die Zuckerfabrik startet die 1. Kampagne.

 

1872

Der Direktor der Zuckerfabrik, Eugen Langen, erfindet in Elsdorf ein Verfahren, um Zucker zu Würfeln zu verarbeiten („Langen’sches Würfelverfahren“).

 

1875

Ein Bahnmeisterhaus bildet den Westbahnhof Elsdorfs.

 

1878/79

In Berrendorf wird ein Schulhaus für die Volksschule mit zwei Schulsälen für je 100 Kinder gebaut. Zu Beginn der 1890er Jahre wird das Gebäude um zwei Schulklassen erweitert. Heute ist in dem Gebäude die Michael-Ende-Schule – Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Sprache untergebracht.

 

26.8.1878

Das Gemeindegebiet wird von einem sehr heftigen Erdbeben erschüttert.

 

1880

Die Zuckerfabrik wird um eine Raffinerie ergänzt. Bisher wurde die Raffinerie J.J. Langen & Söhne in Köln genutzt.

 

1891

Der Landwirtschaftliche Verein für Rheinpreußen errichtet in Elsdorf eine landwirtschaftliche Winterschule, die 1897 nach Bergheim verlegt wird.

 

 

8.3.1893

Erneut wird das Gebiet der heutigen Gemeinde Elsdorf von einem Erdbeben heimgesucht.

 

1895

Ein neues Bürgermeisteramt wird in Esch gebaut.

 

1900

In Elsdorf gibt es erste Telefonanschlüsse.

 

27.7.1905

Kommerzienrat Valentin Pfeifer errichtet eine Stiftung. 100.000 Mark stehen Elsdorf zur Verfügung, um ein Kranken- und Altenheim (Pfeifer-Stift) zu errichten. Nonnen sollen die Kranken- und Altenpflege übernehmen und den Haushalt führen. Betriebsangehörige der Zuckerfabrik sollen vorrangig aufgenommen werden.

 

18.5.1906

Die Bürgermeisterei Esch und die Gemeinde Elsdorf unterzeichnen einen Vertrag mit der „Genossenschaft der armen Dienstmägde Jesu Christi“ in Dernbach. Diese betreibt künftig das Pfeifer-Stift.

 

1.10.1906

Das Gebäude des Pfeifer-Stifts wird eingeweiht. 17 Betten stehen zur Verfügung.

 

1910

Die Elektrizität hält nach und nach Einzug.

 

Juni 1914

Der Grundstein für einen Gemeindesaalbau (= Festhalle) wird gelegt. Er bzw. sie ist ein Geschenk von Kommerzienrat Fritz von Langen.

 

März 1920

Die Festhalle wird eingeweiht.

 

6.11.1921

Ein Orkan lässt den langen Turmhelm der Escher Pfarrkirche auf das Kirchenschiff stürzen.

 

1922

Das Empfangsgebäude des Westbahnhofs wird umgebaut und um einen Küchentrakt erweitert.

 

1928

Aus den Bürgermeistereien werden Bürgermeisterämter bzw. Ämter.

 

19.9.1928

Der Grundstein für das Gebäude der Volksschule Elsdorf (Arnoldusschule) wird gelegt.

 

 

 

1929

An der Dürener Straße hinter der Zuckerfabrik entsteht ein neues Wohngebiet, das die Bezeichnung „Gesolei-Siedlung“ erhält. Namensgeber ist eine Ausstellung in Düsseldorf im Jahr 1926 unter dem Titel „Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen (Gesolei)“. Erste Planungen für die neue Siedlung gab es 1924. Die meisten Häuser werden zwischen 1951 und 1960 entstehen. Gebaut wird noch bis ins Jahr 1987. Zwei Direktorenvillen der Zuckerfabrik Pfeifer & Langen, die zwischen 1895 und 1910 errichtet wurden, bilden das Entree zur Siedlung. Da die Siedlung in der Sicherheitszone des Tagebaus Hambach liegen wird, werden ihre Bewohner bis zum Jahr 2001 nach Neu-Etzweiler umgesiedelt.

 

1.4.1933

Die Ämter Esch und Heppendorf werden in Personalunion verwaltet.

 

1936

Die Siedlung Tanneck wird vom Reichsarbeitsdienst errichtet.

 

10.4.1937

Der Sitz des Amtes Esch wird nach Elsdorf verlegt.

 

5.1.1938

Aus den Ämtern Esch und Heppendorf wird das Amt Elsdorf (Rheinland).

 

1944

Die Elsdorfer Synagoge wird zerstört.

 

23.2.1945

Amerikanische Truppen besetzen das Gemeindegebiet.

 

1.4.1946

Die britische Militärregierung schafft in den Kommunen ihrer Besatzungszone eine Doppelspitze.

 

Herbst 1946

Flüchtlinge und Vertriebene aus Pommern und Ostpreußen kommen über Bergheim nach Elsdorf. Sie finden in den Lagerhallen der Zuckerfabrik eine erste Unterkunft.

 

1947

Das Pfeifer-Stift wird um eine Säuglingsstation erweitert.

 

Januar 1952

Die Bemühungen der Gemeinde Heppendorf, sich vom Amt Elsdorf zu lösen, beginnen.

 

30.7.1952

Das Land Nordrhein-Westfalen bekommt eine Gemeindeordnung, die die bisherige Kommunalverfassung weitgehend übernimmt.

 

 

 

 

1954

Die Lutherkirche wird gebaut und eingeweiht. Erster Pastor ist Fritz Doepke. Die evangelische Gemeinde in Elsdorf besteht vor allem aus ehemaligen Flüchtlingen und Vertriebenen aus Pommern und Ostpreußen.

 

1958

Der Grundstein für die Elisabethschule wird gelegt.

 

12.7.1959

Das Freibad wird eröffnet.

 

1963

Das Pfeifer-Stift wird nur noch als Altenheim geführt.

 

19.3.1963

Der Rat der Gemeinde Heppendorf beschließt die Eigenständigkeit.

 

17.4.1963

Die Amtsvertretung in Elsdorf lehnt eine Eigenständigkeit der Gemeinde Heppendorf ab.

 

24.7.1964

Im Rat der Gemeinde Heppendorf wird der ablehnende Bescheid des Innenministers des Landes Nordrhein-Westfalen, Willi Weyer, verlesen.

 

3.2.1965

Der Oberkreisdirektor Dr. Gottstein billigt das Ausscheiden der Gemeinde Heppendorf aus dem Amt Elsdorf mit Wirkung ab dem 1.1.1966.

 

2.6.1965

Der Regierungspräsident fordert den Oberkreisdirektor auf, seine rechtswidrige Ausgliederungsentscheidung zurückzunehmen.

 

1.8.1970

Die Hauptschule bezieht in Berrendorf ein neues Gebäude in der Hermann-Doll-Straße 2 – 4.

 

1.12.1971

Das Pfeifer-Stift bezieht ein neues Gebäude mit 89 Betten.

 

September 1974

Erika Gleisberg gründet die Gemeindebücherei. Diese wird im ehemaligen Schulgebäude in Giesendorf untergebracht.

 

1.1.1975

Die Gemeinde Elsdorf geht aufgrund des Gesetzes zur Neugliederung der Gemeinden und Kreise des Neugliederungsraumes Köln (Köln-Gesetz) vom 5.11.1974 aus dem bisherigen Amt Elsdorf hervor. Sie umfasst die bisherigen Gemeinden Angelsdorf, Elsdorf, Esch, Heppendorf, Niederembt und Oberembt. Ahe und Thorr, die bisher zur Gemeinde Heppendorf gehörten, werden nun zu Teilen der Stadt Bergheim. Die kommunale Neugliederung ist das Ergebnis einer Diskussion, die bereits 1966 begonnen hat. Gleichzeitig entsteht auch der Erftkreis aus dem ehemaligen Kreis Bergheim, Teilen des Kreises Köln (Brühl, Frechen, Hürth und Pulheim) und der Stadt Erftstadt des Kreises Euskirchen. Es gibt zunächst zwei Verwaltungssitze, nämlich Hürth und Bergheim. Seit dem 3.9.1993 sind diese zu einem einzigen Sitz in Bergheim zusammengefasst. 1976 kommt zum Kreisgebiet noch die Stadt Wesseling hinzu, die aus der Stadt Köln wieder ausgegliedert werden muss. Kraftfahrzeugkennzeichen bleibt BM für Bergheim.

 

5.12.1975

Der Rat der ehemaligen Gemeinde Heppendorf beschließt, Verfassungsbeschwerde wegen der kommunalen Neugliederung zu erheben.

 

11.2.1976

Auf die Verfassungsbeschwerde der Gemeinde Heppendorf wird verzichtet.

 

13.12.1976

Das Wappen der Gemeinde Elsdorf wird vom Regierungspräsidenten genehmigt.

 

1978

Der Tagebau Hambach I nimmt in Niederzier/Hambach seinen Anfang. 1984 wird die erste Braunkohle gefördert. Der Ort Lich-Steinstraß muss zwischen 1981 und 1990 dem Tagebau weichen. Er wird auch Teile der Gemeinde Elsdorf – vor allem Etzweiler – betreffen. Pläne für einen Tagebau Hambach II beziehen sich auf das gesamte Gebiet der Gemeinde Elsdorf.

 

1979

Die Hauptschule zieht aus ihrem Gebäude in Berrendorf (Heinrich-Doll-Straße 2 – 4) in das neue Schulzentrum in Angelsdorf. Nachdem bereits 1973 Klassen aus der Grundschule in der Heppendorfer Straße wegen Platzmangels in das Hauptschulgebäude umziehen mussten, dient das Gebäude nun der Gemeinschaftsgrundschule der Gemeinde Elsdorf in Berrendorf.

 

4.8.1980

Die Realschule nimmt ihren Betrieb auf.

 

1.10.1980

Die Dreifachsporthalle im Schulzentrum wird eingeweiht.

 

20.11.1981

Die Realschule zieht von einem Nebengebäude in den Realschultrakt.

 

30.9.1984

Bei der Wahl der Mitglieder des Rats entfallen auf die SPD 49,2 Prozent, auf die CDU 45,1 Prozent und auf die F.D.P. 5,7 Prozent der Stimmen. Der Rat wird Hans-Theo Schmitz (CDU) erneut zum Bürgermeister wählen.

 

1985

Die Gemeinde Elsdorf verleiht einmal im Jahr einen Umweltschutzpreis.

 

 

 

 

Juni 1985

Das Gebäude des Westbahnhofs wird abgerissen und durch ein Wartehäuschen ersetzt. Der Landeskonservator hatte es abgelehnt, das Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen.

 

Juni 1986

Der Rat wählt Heinz Tesch (CDU) zum Bürgermeister.

 

1.8.1987

In der Gemeindeverwaltung wird eine Gleichstellungsbeauftragte berufen.

 

Mitte 1988

Im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme wird eine Umweltschutzbeauftragte bestellt.

 

15.12.1988

Die neue B55 (B55n) zwischen Elsdorf und Jülich wird nach einer Bauzeit von fast drei Jahren eröffnet. Erste Konzepte für eine Ortsumgehung hatte es bereits 1966 gegeben. Die Linienführung wurde zwischen 1975 und 1978 festgelegt. Die Planungsphase endete am 10.5.1985.

 

1989

Die Gemeindebücherei zieht in neu geschaffene Räumlichkeiten im Rathaus, Gladbacher Straße 111.

 

1.10.1989

Bei der Wahl der Mitglieder des Rats entfallen auf die SPD 52,2 Prozent, auf die CDU 36,7 Prozent, auf die F.D.P. 6,0 Prozent und auf die ELSDORFER GRÜNE BÜRGERLISTE für Umwelt, Sport, Mittelstand und Vereinswesen 5,1 Prozent der Stimmen. Zum neuen Bürgermeister wird der Rat Harald Schröder (SPD) wählen.

 

13./14.10.1990

Elsdorf begründet mit den beiden nordfranzösischen Kommunen Bully-les-Mines und Aix-Noulette eine Städtepartnerschaft.

 

5.6.1993

Die Gemeinschaftsgrundschule der Gemeinde Elsdorf in Esch feiert ihr 125-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums bekommt die Schule den Namen Erich-Kästner-Schule.

 

1.7.1993

Aus 5013 Elsdorf wird 50189 Elsdorf. Die Deutsche Bundespost Postdienst führt anstelle der bisher üblichen vierstelligen Postleitzahlen fünfstellige Postleitzahlen ein. Die Post löst das seit 1961 bestehende vierstellige System ab, weil nach der deutschen Vereinigung 802 Postleitzahlen in West und Ost doppelt vergeben waren. Die Großbuchstaben W und O, die der Adresse vorangestellt wurden, waren eine Zwischenlösung.

 

1994

Mit einem ersten Spatenstich auf der grünen Wiese bei Angelsdorf entsteht Neu-Etzweiler als Resultat des Braunkohletagebaus. Das bisherige Etzweiler (einschließlich des sich in seiner Nähe befindenden bisherigen Neu-Etzweiler) muss dem Tagebau Hambach weichen. Die Rheinbraun AG (heute REW Power AG) schafft die Infrastruktur, damit die Bewohner aus dem 7 km entfernten Etzweiler hier hin umsiedeln können.

 

17.5.1994

Das Gesetz zur Änderung der Kommunalverfassung sieht ab der Kommunalwahl im Jahr 1999 eine Direktwahl der Bürgermeister und Landräte vor, die künftig auch die Aufgaben der bisherigen kommunalen Hauptwahlbeamten (Gemeinde- bzw. Stadtdirektor und Oberkreisdirektor) übernehmen.

 

16.10.1994

Bei der Wahl der Mitglieder des Rats entfallen auf die SPD 48,9 Prozent, auf die CDU 38,3 Prozent, auf Bündnis 90/Die Grünen 6,1 Prozent und auf die F.D.P. 3,9 Prozent der Stimmen. Harald Schröder (SPD) wird vom Rat erneut zum Bürgermeister gewählt werden.

 

27.5.1995

Um 20:43 Uhr fährt der letzte Zug am Westbahnhof in Richtung Düren ab.

 

27.9.1997

Die Realschule bekommt den Namen Eugen-Langen-Realschule.

 

12.9.1999

Um das Amt des Bürgermeisters bewerben sich der Amtsinhaber Harald Schröder (SPD), Alexander Büttner (CDU), Bernd Lüdicke (F.D.P.) und Michael Broich (Bündnis 90/Die Grünen). Keiner der Bewerber erhält die absolute Mehrheit. Deshalb wird es am 26.9.1999 eine Stichwahl zwischen Harald Schröder (SPD) und Alexander Büttner (CDU) geben.

 

25.9.1999

An- und Umbauten an der Erich-Kästner-Schule Gemeinschaftsgrundschule der Gemeinde Elsdorf in Esch werden ihrer Bestimmung übergeben.

 

26.9.1999

In einer Stichwahl wird Harald Schröder (SPD) zum Bürgermeister gewählt.

 

Ende 1999

Die Burg Reuschenberg fällt dem Tagebau Hambach zum Opfer. Von April 1997 bis Mai 1999 konnte sie noch archäologisch erforscht werden.

 

18.12.2000

Der Rat richtet einen Arbeitskreis Bäder ein.

 

15.10.2003

Die Erich-Kästner-Schule Gemeinschaftsgrundschule der Gemeinde Elsdorf in Esch bekommt drei zusätzliche Klassenräume in Modulbauweise („Schulbaracken“).

 

1.11.2003

Aus dem Erftkreis wird der Rhein-Erft-Kreis.

 

22.4.2004

Die Gemeinschaftsgrundschule der Gemeinde Elsdorf in Berrendorf bekommt den Namen Eulenschule.

 

 

25.5.2004

Johannes Mies (SPD) wird für weitere acht Jahre vom Rat zum Beigeordneten gewählt. Seine aktuelle Amtszeit endet am 5.11.2004.

 

26.9.2004

Für das Amt des Bürgermeisters kandidieren Wilfried Effertz (SPD; 41,94 %), (Heinz-)Jürgen Schiffer (CDU; 41,46 %), Michael Broich (Bündnis 90/Die Grünen; 7,76 %) und Volker Juhrich (FDP; 8,84 %). Da keiner der Bewerber die absolute Mehrheit erreicht hat, kommt es am 10.10.2004 zu einer Stichwahl. Bei der Wahl der Mitglieder des Rats entfallen auf die CDU 46,7 Prozent, auf die SPD 36,6 Prozent, auf Bündnis 90/Die Grünen 9,1 Prozent und auf die FDP 7,6 Prozent der Stimmen.

 

10.10.2004

In einer Stichwahl wird Wilfried Effertz (SPD) mit 58,21 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Für (Heinz-)Jürgen Schiffer (CDU) stimmen 41,79 Prozent.

 

29.10.2005

Der SV Erftstolz Niederaußem 1926 e. V. übernimmt die Nachmittags- und Abendbetreuung im Hallenbad in Berrendorf. Der Vormittag steht für die Schulen zur Verfügung.

 

4.11.2005

An der Straße „Zum Ostbahnhof“ findet erstmals auf Initiative des Gewerbevereins Elsdorf ein Wochenmarkt statt. Er soll immer freitags von 7:00 Uhr bis 14:00 Uhr stattfinden.

 

18.11.2005

Der Rat richtet einen Arbeitskreis „Lokale Bündnisse für Familien“ ein.

 

18.7.2006

An der Stelle des früheren Westbahnhofs wird ein Parkplatz mit 61 Stellplätzen eröffnet. Es wird eine Kopie eines römischen Meilensteins aufgestellt, den man rund 30 Kilometer von Köln entfernt gefunden hat und der früher an der Via Belgica stand.

 

Herbst 2006

Die letzte Kampagne der Zuckerfabrik beginnt. Das Werk Elsdorf mit der Außenstelle Wevelinghoven spezialisiert sich auf die Herstellung von Sondersorten, wie z. B. weißer Kandis, Puderzucker, Würfelzucker, Gelierzucker und Zuckerhüte. In Elsdorf befindet sich auch die zentrale Verpackstation für Haushaltszucker-Kleinpackungen.

 

1.1.2007

Die K.G. (= Karnevalsgesellschaft) Fidelio von 1893 e. V. betreibt die Festhalle.

 

 

 

 

27.3.2007

Der Rat beauftragt den Bürgermeister, Verhandlungen mit dem Erftverband aufzunehmen, um das Kanalnetz zu übertragen. Diese Maßnahme soll den Haushalt entlasten. Bereits im Jahr 2001 war dies schon einmal Thema.

 

Mai 2007

Die Bahntrasse zwischen Köln-Aachener-Straße und Gladbacher Straße wird erschlossen. Hier sollen 28 Wohneinheiten in Form von Einfamilien- und Doppelhäusern entstehen.

 

22.5.2007

Der Rat beschließt, dass der Bürgermeister sich mit dem Erftverband bis zum 19.6.2007 auf einen Übertragungsvertrag einigt.

 

24.5.2007

Der Bürgermeister legt gegen den Beschluss des Rats vom 22.5.2007 Widerspruch ein.

 

Juni 2007

Die Gemeinschaftshauptschule wird in Reuschenbergschule umbenannt.

Das Freibad wird mit einer Solaranlage ausgestattet.

 

5.6.2007

Der Rat weist den Widerspruch des Bürgermeisters zurück. Es bleibt bei dem Beschluss vom 22.5.2007. Das Kanalnetz soll auf den Erftverband übertragen werden.

 

11.6.2007

Der Bürgermeister beanstandet den Beschluss des Rats vom 22.5. bzw. 5.6.2007 und holt die Entscheidung des Landrats als Aufsichtsbehörde ein.

 

18.7.2007

Drei Elsdorfer Bürger haben die Initiative „Kein Kanalverkauf“ gegründet und ein Bürgerbegehren initiiert, das sich gegen den Beschluss des Rats vom 22.5.2007 richtet. Sie übergeben dem Bürgermeister 4.706 Unterstützungsunterschriften; davon sind 4.484 gültig.

 

1.8.2007

Mit Beginn des Schuljahres 2007/2008 wird an allen drei Grundschulen der Gemeinde (Katholische Grundschule Elsdorf (Arnoldus- und Elisabethschule), Eulenschule Gemeinschaftsgrundschule in Berrendorf und Erich-Kästner-Schule Gemeinschaftsgrundschule in Esch) die Offene Ganztagsschule im Primarbereich (OGS) mithilfe der Franziskus-Stiftung – Franziskanisches Jugendwerk der Kölnischen Franziskanerprovinz eingeführt. Bisher war eine Vormittags- und Nachmittagsbetreuung im Rahmen der Landesprogramme „13 PLUS“ und „SIT“ durch den Rapunzel Kinderhaus e. V. mit Sitz in Kerpen gewährleistet.

 

10.8.2007

Der Landrat hebt den Beschluss des Rats vom 22.5. bzw. 5.6.2007 nicht auf.

 

 

 

11.9.2007

Der Rat stellt fest, dass das Bürgerbegehren gegen seinen Beschluss vom 22.5.2007 (Übertragung des Kanalnetzes) zulässig ist und bestimmt als Termin für den Bürgerentscheid den 9.12.2007.

Ein kommunaler Ordnungsdienst wird – zunächst befristet vom 1.10. bis zum 31.12.2007 – eingerichtet.

 

24.9.2007

Ein neues „Einkaufszentrum“ in Angelsdorf (Carl-Diem-Straße 1) wird eröffnet.

 

15.10.2006

Die letzten Einwohner des Ortsteils Etzweiler sind wegen des Tagebaus Hambach in den neuen Ortsteil Neu-Etzweiler umgesiedelt worden.

 

Oktober 2007

Das Hallenbad in Berrendorf wird nicht mehr vom SV Erftstolz Niederaußem 1926 e. V., sondern von der ASG Elsdorf e. V., der DLRG Ortsgruppe Elsdorf e. V. und dem Tauchverein Aquaworld betrieben.

Das „REWE-Center“ wurde um weitere Geschäfte erweitert und in ErftCenter Elsdorf umbenannt.

 

9.12.2007

Im ersten Bürgerentscheid in der Geschichte der Gemeinde Elsdorf, an der sich 6.992 Stimmberechtigte beteiligen, sprechen sich 5.933 Teilnehmer gegen und nur 1.054 Teilnehmer für eine Übertragung des Kanalnetzes auf den Erftverband aus, der sich bereits um die Kanalnetze von Meckenheim, Rommerskirchen und Zülpich kümmert.

 

28.4.2009

Der Rat beschließt, die Aufnahme in die Rechtsverordnungen des Landes Nordrhein-Westfalen zur Bestimmung der Mittleren kreisangehörigen Städte und eines örtlichen Trägers der öffentlichen Jugendhilfe zu beantragen. Aus der Gemeinde Elsdorf soll damit die Stadt Elsdorf mit einer eigenen Baugenehmigungsbehörde, einem Rechnungsprüfungs- und einem eigenen Jugendamt werden.

 

30.8.2009

Die Elsdorfer wählen einen neuen Bürgermeister und einen neuen Gemeinderat. Amtsinhaber Wilfried Effertz (SPD) wird mit 51,2 Prozent wiedergewählt. Für Andreas Heller, Bürgermeisterkandidat der CDU, den auch die FDP unterstützt, stimmen 48,8 Prozent der Wähler. Bei der Wahl der Mitglieder des Rats der Gemeinde Elsdorf entfallen auf die SPD 36,4, die CDU 44,6, Bündnis 90/Die Grünen 9,9 und die FDP 9,1 Prozent der Stimmen.


28.10.2009

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen stimmt dem Antrag der Gemeinde Elsdorf, eine Mittlere kreisangehörige Stadt zu werden, mit Wirkung ab dem 1.1.2011 zu.


24.11.2009

Andreas Heller für die CDU-Fraktion und Heinz Wilhelm Houben für die FDP-Fraktion stellen auf einer Pressekonferenz den Koalitionsvertrag für die Wahlperiode 2009 bis 2014 vor. Die beiden Fraktionen verfügen gemeinsam über eine Mehrheit im Gemeinderat.


30.11.2009

Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers, teilt dem Bürgermeister der Gemeinde Elsdorf, Wilfried Effertz, schriftlich mit, dass Elsdorf mit Wirkung vom 1.1.2011 zur Mittleren kreisangehörigen Stadt bestimmt wird.

 

6.5.2010

Die Plus-Filiale in der ehemaligen Carl-Diem-Straße, inzwischen Ohndorfer Straße, wird in Netto Marken-Discount umbenannt.

 

9.6.2011

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen erklärt per Telefax, dass dem Antrag vom 30.9.2009 auf Zulassung eines eigenen Jugendamts zum 10.6.2011 entsprochen wird.

 

14. bis 19.6.2011

Die Stadt Elsdorf feiert mit verschiedenen Veranstaltungen ihre Erhebung zur Stadt. Höhepunkt ist des Stadtfest am 19.6.2011 mit einer interreligiösen Andacht in der Kirche St. Mariä Geburt mit Pfarrer Stefan Lischka unter Beteiligung der Evangelische Kirchengemeinde Bergheim * Zieverich * Elsdorf mit Pfarrer Martin Trautner und des Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Elsdorf e. V. mit Imam Akyildiz und einem Festkommers in der Festhalle. In diesem Rahmen überreicht der Minister für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen, Ralf Jäger, dem Bürgermeister des Stadt Elsdorf, Wilfried Effertz, eine Urkunde über die Verleihung der Stadtrechte zum 1.1.2011.

 

11.9.2011

Die ehemalige Fernbandtrasse zwischen dem Tagebau Hambach und dem früheren Tagebau Bergheim wird als offizieller Rad- und Freizeitweg eröffnet.


25.5.2014

Ein neuer Stadtrat wird gewählt. Erstmals kandidiert die Kommunale Wählergemeinschaft - Stimme für Elsdorf. Dabei entfallen auf die CDU 41,8, die SPD 34,8, Bündnis 90/Die Grünen 8,5, die FDP 4,5, und die Kommunale Wählergemeinschaft - Stimme für Elsdorf 10,5 Prozent der Stimmen. CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP werden eine "Jamaika-Koalition" bilden und damit über eine Mehrheit im Stadtrat verfügen.

 

13.9.2015

Elsdorf bekommt einen neuen Bürgermeister. Der Amtsinhaber Wilfried Effertz (SPD) steht aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl. Um das Amt bewerben sich Andreas Heller (CDU), der von seiner eigenen Partei, aber auch von Bündnis 90/Die Grünen und der FDP unterstützt wird, Harald Könen (SPD) und Heinz-Jürgen Schiffer (Kommunale Wählergemeinschaft - Stimme für Elsdorf) Gewählt wird mit 55,7 Prozent der Stimmen Andreas Heller. Auf Harald Könen entfallen 32,9 und auf Heinz-Jürgen Schiffer 11,4 Prozent der Stimmen.


21.10.2015

Andreas Heller (CDU) tritt sein Amt als Bürgermeister der Stadt Elsdorf an.



Bürgermeister von Esch bzw. ab 1938 von Elsdorf

 

Johann Anton Wolff (1798 – ...)

 

Eliph Kessel

 

...

 

Heinrich Esser

 

Mathias Esser (1879 – 1892)

 

Franz Josef Klock (1892 – 14.8.1915)

 

Johann Weber (1915 – 23.5.1933)

 

Ortwin Paulisch (NSDAP; 1933 – 8.7.1937)

 

... Chanteaux (7.1937 – 3.1938)

 

Georg Roleff (NSDAP; 15.3.1938 – 11.1942)

 

Hans Ludwig Iven

 

Pfarrer Wilhelm Sommer (1945)

 

Ferdinand Rübsteck (1.4.1945 – 20.11.1945)

 

Dr. Heinrich Frommen (10.12.1945 – ...)

 

Jean Klütsch (SPD; 1946 – 1948)

 

Matthias Faßbender (1948)

 

Jean Klütsch (SPD; 1948 – 6.5.1960)

 

...

 

Hans-Theo Schmitz (CDU; 1969 – 6.1986)


Heinz Tesch (CDU; 6.1986 – 1989)


Harald Schröder (SPD; 1989 – 2004)


Wilfried Effertz (SPD; 15.10.2004 – 20.10.2015)


Andreas Heller (CDU; 21.10.2015 - ...)


 

 

 


Amts- bzw. ab 1975 Gemeindedirektoren von Elsdorf

 

Dr. Heinrich Frommen (1946 – 1969)

 

Peter Tirlam (1969 – 1999)

 

 


Bürgermeister von Heppendorf

 

...

 

Heinrich Weidenfeld (1911 – 20.8.1926)

 

Johann Weber (1926 – 1930?)

 

Heinrich Esser (24.5.1930 – 16.3.1933)

 

Ortwin Paulisch (NSDAP; 16.5.1933 – 8.7.1937)

 

Hilger Vogel (27.8.1937 – 31.3.1945)

 

Ferdinand Rübsteck (1.4.1945 – 20.11.1945)

 

Pfarrer Jakob Maybaum (21.11.1945 – 31.3.1946)

 

Jean Klütsch (1.4.1946 – )

 

Heinrich Merzenich (1946 – 1948)

 

Richard Zehnpfennig (1949 – 1962)

 

Heinrich Doll (SPD; 1962 – 1974)

 

Harald Schröder (SPD; 1974)

 

 


Landräte (Kreis Bergheim, Erftkreis bzw. Rhein-Erft-Kreis)

 

Franz Ludwig Graf Beissel von Gymnich (1816 – 1837)

 

Carl Hubert Freiherr Raitz von Frentz zu Schlenderhan (1837 – 1865)

 

Otto Rintelen (1865 – 1868)

 

Johann Baptist Ernst Gustav Birck (1868 – 1877)

 

Richard Karl Boguslaw Herwarth von Bittenfeld (1877 – 1891)

 

Otto Graf Beissel von Gymnich (1891 – 1919)

 

Dr. Karl Sieger (1919 – 18.4.1933)

 

Otto Pieperbeck (1933 – 1934)

 

Dr. Udo Krüger (1934 – 1939)

 

Werner Drück (1940 – 1942)

 

Heinrich Loevenich (1942 – 1943)

 

Dr. Bernhard Köttgen (1943 – 1945)

 

Dr. Karl Modemann (1945 – 1946)

 

Johannes Even (CDU; 1946 – 1948)

 

Johann Großmann (SPD; 1948 – 1952)

 

Dr. Alexander Kabza (CDU; 1952 – 1956)

 

Matthias Werner (SPD; 1956 – 1961)

 

Albert Schlangen (CDU; 1961 – 1964)

 

Richard Kasper (SPD; 1964 – 1974)

 

...

 

Klaus Lennartz (SPD; 1984 – 1995)

 

...

 

Werner Stump (CDU; 10.1999 – )

 

 


Oberkreisdirektoren

 

Dr. Karl Modemann (1946 – 1947)

 

Jakob Kloos

 

Dr. Manfred Gottstein

 

Dr. Hans-Ludwig Oberbeckmann (1972 – 1975)

 

 

 

 

 

 

 

 


Quellen:

 

Archiv der Gemeinde Elsdorf, Historische Entwicklung der Gemeinde Elsdorf, November 1986

 

Christoph Hoischen, Die Gemeinde Elsdorf, Geschichte in Dokumenten und Bildern, 1. Band, 2003

 

Christoph Hoischen, Die Gemeinde Elsdorf, Geschichte in Dokumenten und Bildern, 2. Band, 1995

 

Geschichtsverein Elsdorf e. V., Elsdorfer Geschichte Band 2, 2007

 

Geschichtsverein Elsdorf e. V., 900 Jahre Berrendorf-Wüllenrath, 2008

 

Markus Bergerhausen und Konrad Folkmann, Elsdorf – Die Entwicklung eines Ortes, 28. April 1984

 

Pfarrer Johann Peter Reidt, Kunde und Funde über Esch, Esch,

 

Dietmar Kinder, Menschen in der Zeit, Elsdorf

 

Wikipedia, Die freie Enzyklopädie

 

Internetauftritte der Elsdorfer Schulen